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Mantrailing leitet sich von den englischen Begriffen „man“ = Mensch und „trailing“ = verfolgen ab und bezeichnet die Verfolgung menschlicher Duftspuren von Hunden. Professionell ausgebildete Mantrailing-Hunde werden auch Mantrailer oder Personenspürhunde genannt und werden speziell bei der Suche nach vermissten Personen eingesetzt. Dabei machen sich die Hunde ihren am feinsten entwickelten Sinn zunutze – den Geruchsinn - und orientieren sich bei der Geruchsspurverfolgung am tatsächlichen Individualgeruch einer Person. Die Geruchspartikel vom Menschen verteilen sich im Freien aufgrund von Witterungsbedingungen recht weitflächig – demzufolge werden im Training sogenannte Schleppleinen eingesetzt, um dem Hund den benötigten Freiraum zum Suchen zu bieten.
Übungen können überall im offenen Gelände erfolgen – auf Fußgängerwegen, in Industriegebieten oder auch in der freien Natur (Felder, Gebirge, Wälder). Geübte Vierbeiner können selbst noch einige Tage nach dem Aufenthalt einer Person am jeweiligen Ort die Spur „lesen“ und verfolgen. Wichtig beim Mantrailing ist, dass Hundebesitzer nicht bloß Hundebesitzer bleibt, sondern zum „Hundeführer“ wird und Signale, wie beispielsweise die Änderung der Körperhaltung des Hundes, deuten und einordnen kann. Nur auf diese Weise werden Hund und Hundeführer zum eingespielten Team.
Oft zeigt ein Hund, der regelmäßig trainiert wird, eine positive Gesamtentwicklung. Neben mehr Vertrauen zum Menschen, wird er aufgeschlossener, ausgeglichener und beeindruckt mit Lerninteresse und erhöhter Konzentrationsfähigkeit. Langjährige Fortführung des Mantrailings bedeutet nie Langeweile - durch Erhöhung des Schwierigkeitsgrades und neue Trainingslocations bietet die Beschäftigung stets Abwechslung und Spaß.
Grundsätzlich ist jeder Hund und jede Hunderasse, die Spaß am Suchen hat, für das Mantrailing geeignet. Als professionelle Rettungshunde haben sich vor allem Labrador Retriever, Golden Retriever, Bloodhounds und Jagdhunderassen wie Schweißhunde bewährt. Herausfinden, ob ein Hund Interesse und Spaß am Mantrailing hat, kann man nur, indem man gemeinsam ein paar Schnupperstunden einlegt. Erfahrungswerte zeigen, dass manche Hunde erst nach einigen Versuchen eine Begeisterung für den Sport entwickeln. Auch für unsichere oder ängstliche Hunde ist das Training eine geeignete Methode der Therapie. Oft hilft es ihnen sich zu überwinden und ein offenes Wesen zu entwickeln. Kontinuierliche Arbeit und Durchhaltevermögen können sich auch positiv auf Problemhunde auswirken – oft lassen sich unerwünschte Verhaltensstrukturen korrigieren.
Oft stellt sich die Frage, welche Leine für das Mantrailing geeignet ist: Hundetrainer und -ausbilder bevorzugen Schleppleinen für das Mantrailing. Auf diese Weise bietet man dem Hund ausreichend Raum zum Spüren und Verfolgen der Spur. Besonders beliebt sind dabei Biothane Schleppleinen.