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Thema des Monats: April 2008Was Hänschen schon lernt … … muss Hans nicht mehr lernen, denn wenn Sie einen Welpen oder einen jungen Hund haben, dann können Sie viele Jagdprobleme vermeiden. Bis in etwa zur 16. Lebenswoche besitzen Welpen einen angeborenen Folgetrieb. Nutzen Sie ihn, indem Sie Ihren Welpen in allen möglichen Gebieten ohne Leine laufen lassen. Verstecken Sie sich, sobald er unaufmerksam ist, und lassen Sie ihn ruhig ein wenig suchen. Sie spielen so zwar ein wenig mit seiner Angst, doch dies ist eine der sichersten Methoden, einen Hund dazu zu erziehen, auf Sie zu achten und selbstständig dafür zu sorgen, dass er Sie nicht verliert. Sie müssen für ihn der Garant für ein interessantes Leben und für Abwechslung werden. Beginnen Sie bereits mit dem Welpen früh mit den beschriebenen Aufmerksamkeitsübungen. Trainieren Sie mit ihm täglich das Zurückkommen auf Zuruf, vor allem auch aus so angenehmen Situationen heraus wie dem Spiel mit anderen Hunden. Für Ihren Hund müssen Sie der oder die Größte sein! Schon sehr früh, nämlich in der sogenannten kritischen Phase (also ab dem zweiten Lebensmonat bis zum Ende des vierten Lebensmonats), sollten Sie ihn von unkontrollierten Wildbegegnungen fernhalten, vor allem wenn es ein Jagdhund ist, der später nicht zur Jagd eingesetzt werden soll. Wenn Sie dies durchhalten, bis er in etwa ein Jahr alt ist, haben Sie einen guten Grundstein gelegt für einen Hund, der nur ein geringes Interesse an Wild hat. Eine gute Idee ist es, bereits in diesem Alter in Parks oder Wildparks zu gehen und auch sonst jeden zufälligen Wildkontakt genau zu beobachten. Falls Ihr Hund kein Interesse zeigt, zeigen Sie es auch nicht. Diese Begegnungen müssen für ihn etwas Selbstverständliches werden. Warten Sie auf keinen Fall, bis der Hund Jagdverhalten im ersten Stadium zeigt, sondern quittieren Sie schon den Blick zum Wild mit „Nein“, anschließendem Weglocken und auf jeden Fall überschwänglichem Lob. In etwa ab dem sechsten Monat beginnen Jagdhunde mit einem systematischen Jagdtraining, Hütehunde mit einem Hütetraining – und zwar ohne jegliche Hilfe von außen. Sie bringen es sich sozusagen selbst bei. Es ist eine Art genetisches Programm, das hier abläuft. Seien Sie also besonders vorsichtig. Sollten sich seine Augen nun doch an einem Tier festsaugen: „Nein!“, wie bereits im Welpenalter trainiert. Ein Welpe oder Junghund versteht sehr schnell, worum es geht, und er braucht deutlich weniger Wiederholungen als ein erwachsener Hund. Eine der wichtigsten Maßnahmen gegen einen ausufernden Jagdtrieb ist die Vermeidung von exzessiven Ballwegwerf- und Hetzspielen. Ziehen Sie sich keinen Adrenalinjunkie heran! Auf der anderen Seite sollte ein Welpe sehr früh die Tiere kennenlernen, mit denen er sein Leben verbringen wird. Gewöhnen Sie ihn an alle Tiere, die zum Haushalt gehören, seien Sie aber wachsam, wenn sich Ihr Terrier zu intensiv für Ihren Hamster interessiert! Auszug aus: „Auf und davon - Wie der Jagdtrieb des Hundes kontrollierbar wird“, Cadmos Verlag Viel Spaß beim Training wünscht Ihnen Martina Nau | |
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